9. April 2016

Virtual Reality

Oder eben nicht virtual. Darüber lässt sich streiten. Denn eigentlich reden wir hier primär von 360° Videos. Und die Filmen die Realität. Sind also nicht virtuell. Aber genug der Spitzfindigkeiten. Wir finden: Coole Sache! Aber bitte am richtigen Ort einsetzen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Anwendung

Wann macht es Sinn, 360° Videos einzusetzen? Nun,

Ich kann den Zuschauer an einen Ort mitnehmen, den er sonst nie zu sehen bekäme.

Virtual Reality und 360° Videos entführen den Zuschauer und ziehen ihn «rein» an den Ort des Geschehens. Also bitte nur dann verwenden, wenn das Sinn macht. Zum Beispiel nach Syrien. Aber bitte nicht in einen furznormalen Tunnel.

Bitte auch nicht Dinge 360° Filmen, die nur einen «Point of Interest» haben. (z.B. ein Interview – ich möchte ja eh einfach die Person reden sehen/hören, nicht ihre Füsse oder das Kamerateam hinter mir).

Merke:

  • Die VR-Brille setzt man sich nur auf, wenn man zuhause ist und Zeit hat
  • 360° ist cool für dokumentarisches Storytelling, das «reinzieht»
  • Das macht nur Sinn an Orten, die spannend sind und eine Atmosphäre vermitteln

Jetzt noch biz Hintergrundwissen zur ganzen Technik:

Angucken

Im Markt der VR-Brillen geht im Moment sehr viel. Oculus Rift ist soeben auf den Markt gekommen, aber auch andere Anbieter haben sich positioniert. Diese teuren Brillen sind aber im Moment primär zum Gamen gedacht.

Hier noch das nette Bild, über das sich alle so empört haben:

Kleine Entwarnung: Die Welt wird nie so aussehen. Versprochen. Wieso sollte man auch an einen Ort gehen und sich eine Brille aufsetzen, wenn man das zuhause tun kann. Aber zurück zum Thema.

Spannender für Journalismus – der ja ein breites Publikum ansprechen möchte und ein breites Publikum kauft sich nicht für viel Geld so eine Brille – sind Dinge wie Google Cardboard.

Smartphone rein, Cardboard und Kopfhörer aufsetzen und los geht’s. Man kann nun seinen Kopf drehen und so durch die 360°-Aufnahme gucken.

Aufnehmen

Viele packen mehrere GoPros zusammen. Diese werden aber rasch heiss und sind unpraktisch in der Bedienung. Es werden in naher Zukunft bessere – sprich: einfachere Geräte auf den Markt kommen.

Ich finde diese Kodak-Kamera noch spannend. Davon braucht man nur noch zwei und die kriegt man für 1000.- Fr. Sie filmt in 4K, was nötig ist für eine ausreichende Bildqualität.

Im Nachgang muss man dann die Aufnahmen zusammensetzen (stitchen). Dann kann man sie auf die Plattformen Facebook und Youtube hochladen. Die beiden Internet-Riesen haben 360° Videos überhaupt erst zum Durchbruch verholfen.

Zum Weiterlesen/schauen