29. Januar 2016

Native Advertising

Was in Amerika bereits Gang und Gäbe ist, besitzt im deutschen Sprachraum einen zweifelhaften Ruf: Native Advertising. Also Werbung, die aussieht wie redaktioneller Inhalt. Watson gefällt das. Anderen gar nicht.

Sind Journalisten die besseren Werber?

Das frage ich mich ja irgendwie schon, wenn man sich mit dem Thema Native Advertising auseinandersetzt.

Im Podcast versuchen wir, das Thema differenziert anzugehen, aber eigentlich müssen wir schon auch sagen: Wir finden das Ganze nicht sehr cool. Hier unsere Gründe:

  1. Wenn Journalisten direkt für Firmen Texte schreiben, gefährdet das ihre Unabhängigkeit
  2. …und ihre Glaubwürdigkeit in ihren journalistischen Texten.
  3. Auf einer Homepage sollten die relevantesten Inhalte oben stehen und nach unten weniger wichtig werden. Native Ads schleichen sich in diese Bewertung ein.

Native Ads haben es ja in sich, nicht leicht erkannt zu werden. 20 Minuten schreibt: «Die Story wird in das redaktionelle Umfeld eingebettet und kommt in der Tonalität und visuellen Aufmachung genauso daher, wie es sich die 20 Minuten-User gewohnt sind – und welche sie auch gerne weiter verbreiten.»

Deshalb hier:

Der kleine Helfer

native-ad-flussdiagramm

Wie seht ihr das? Sind «Native Ads» Retter oder Totengräber des Journalismus? Stört es euch z.B. wenn Journalisten in ihrem Podcast die Werbung selber vorlesen? Oder wenn Watson ihren Kunden verspricht, ihre Native Ad 48 Stunden auf der Front zu platzieren?

Beispiele

Zum Weiterlesen