30. September 2015

Crowdfunding

Eine kleine Revolution für die Finanzierung von Medien-Start-Ups: Crowdfunding wird immer mehr zur Alternative für Journalismusprojekte. Die zwei Leuchttürme des crowdfinanzierten Journalismus: De Correspondent aus Holland und Krautreporter – haben’s vorgemacht, viele kleinere Projekte ziehen nach – auch in der Schweiz. Auf der Schweizer Plattform We Make It sind 61 Medienprojekte aufgeführt. So zum Beispiel One Day Portray, das am 10. Oktober mit einem entschleunigten Journalismus online geht. Wir haben mit einer der Initiantinnen über ihr Projekt gesprochen.

Mehr zu diesen Beispielen im Podcast. Was für alle Crowdfunding-Projekte gilt: Man kann viel gewinnen und wenig verlieren. Wenn ein Projekt nicht zustandekommt, hat man nichts investiert, abgesehen von Zeit. Wenn es erfolgreich ist, hat man nicht nur Geld sondern auch eine Community – ein erstes Publikum, das bereits Fan ist vom Produkt.

«Wir empfehlen es jedem»

Auch Laura Brüllmann von One Day Portray, die mit ihrer Kollegin Gabriella Hummel 22’500.- für ihr Projekt gesammelt hat, sagt zu uns: «Wir empfehlen das wirklich jedem. Crowdfunding war die ideale Lösung mit wenig Aufwand und vor allem wenig Geld ein erstes Publikum zu erreichen und zu testen, ob die Nachfrage für unsere Idee besteht.»

Am Ende des Podcasts warten 5 konkrete Tipps auf euch, falls ihr selbst gerne ein Crodwfunding-Projekt durchführen möchtet. Gerne teilen wir mit euch, worauf wir unsere Tipps aufbauen und legen unsere Recherche offen.

Update: Unterdessen schreiben Gabriela und Laura von One Day Portrey: «Ziemlich genau zum Abschluss des Jahres 2015 zeigte unser Konto wieder 0 CHF an. In diesem Gast-Blog möchten wir euch gerne einen kleinen Einblick gewähren, wie wir nun weitermachen wollen und was wir uns fürs 2016 vorgenommen haben.»

Zum Weiterlesen

Folgende Crowdfunding-Plattformen finden wir spannend:

  • Beacon (eine Plattform nur für Journalisten, die auch monatlich wiederkehrende Beträge ermöglicht)
  • we make it (Schweizer Crowdfundingplattform mit 61 journalistischen Projekten)
  • 100 days (Schweizer Crowdfundinplattform mit kleinerer Community, nicht für journalistische Projekte optimiert)
  • Kickstarter (internationale Crowdfunding-Plattform, nicht auf Journalismus ausgelegt, aber grosse amerikanische Community mit guten Beispielprojekten)
  • Indiegogo (selbes gilt hier)
  • Write That Down deutsche Plattform für Journalismus-Projekte
  • Press Start (v.a. für Journalisten in Ländern ohne Pressefreiheit)

Und hier eine kleine Linksammlung, die wir bei unserer Recherche angelegt haben:

Wie geht’s euch mit dem Thema Crowdfunding? Konrad Weber meinte beispielsweise, Crowdfunding werde total überschätzt – das seien eh nur Journis, die anderen Journis was zahlen. Habt ihr auch diese Wahrnehmung?